Hanau – nichts ist vergessen – rechten Terror stoppen

Hanau mahnt! Rechten Terror stoppen, steht seit Mitte der Woche in großen Buchstaben in Schwenningen an der Ufermauer des Sees auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände.

Sechs Monate liegt der rechte Anschlag in Hanau mittlerweile zurück. Am 19. Februar 2020 ermordete der Rassist Tobias Rathjen neun Menschen die er als „Ausländer“ ausgemacht hatte. Das gezeigte Entsetzen der bürgerlichen Politiker über die Tat ist längst vorüber – Konsequenzen? Fehlanzeige. Hierzulande gilt rechter Terror als Einzefall, die Mörder als Einzeltäter. Die staatlichen Behörden zeigen sich unfähig und nicht gewillt tatsächlich gegen Rassisten, Nazis und rechte Gewalt vorzugehen. Nicht nur das, sie sind viel eher Teil des Problems, das verdeutlichen auch die zuletzt bekannt geworden Netzwerke von Rassisten und Nazis in der Polizei und Bundeswehr.

Aktiv zu werden gegen diejenigen welche mit ihrer Hetze Boden bereiten für die Morde wie Halle und Hanau, liegt in unser Verantwortung, es liegt an uns dem Rechtsruck in diesem Land entgegen zu treten.

Die von den Angehörigen der Getöteten von Hanau gegründete „Initiative 19. Februar“ ruft zusammen mit zahlreichen weiteren antirassistischen und antifaschischtsischen Gruppen an diesem Samstag zur Demonstration in Hanau auf und fordert: Erinnerung – Gerechtigkeit – Aufklärung – Konsequenzen!

Eher hier in der Region findet zudem, ebenfalls diesen Samstag, in Konstanz auch eine Demonstration statt. Die Demo in Konstanz steht unter dem Motto: Kein Vergeben, kein Vergessen – sechs Monate Hanau

Hanau
Samstag, 22. August 2020, 13 Uhr Kesselstadt, 14 Uhr Freiheitsplatz

Konstanz
Samstag, 22. August, 16 Uhr, Herosé Park

Hintergrund: Broschüre Staat & Nazis Hand in Hand?