Blockade gegen „Querdenker“ in Schramberg

Den folgenden Bericht spiegeln wir vom Offenen Antifaschistischen Treffen VS:

Die Gerüchte um einen möglichen Aufmarsch aus dem „Querdenken“-Lager nahmen wir zum Anlass in Villingen Präsenz zu zeigen. Nach dem im Laufe der vergangen Woche klar wurde, dass am Samstag keine wirkliche Mobilisierung aus dem reaktionären Lager der Corona-Verschwörer:innen stattfindet und diese stattdessen für den 9.Mai eine „Großdemonstration“ in Villingen planen, führten wir am Samstag den 17. April stattdessen einen Infostand durch.

Infostand am Vormittag:

Kleine Aktionen am Rande des Infostandes richteten sich gegen die erneut verhängten nächtlichen Ausgangssperren. Denn klar ist: die Maßnahmen der Politik gegen die Covid-Pandemie sind einseitig und beschränken vor allem die Freizeit der normalen Menschen, während die Wirtschaft von einem Großteil der Einschränkungen ausgenommen bleibt. Gerade mit den erneuten Ausgangssperren wird einmal mehr Symbolpolitik auf unserem Rücken betrieben – wirklich sinnvolle Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung müssen anders aussehen. Nicht nur im Umgang mit Corona zeigt sich das Scheitern des kapitalistischen Systems. Der Infostand wurde so auch genutzt um mit weiteren Aktiven aus dem Vorbereitungsbündnis auf die 1.Mai Demo in Schwenningen zu mobilisieren.

Antifaschistische Intervention am Nachmittag:

Während in Villingen an diesem Tag keinerlei Corona-Freaks zu sehen waren, sollte im Nachbar-Landkreis in der Stadt Schramberg zum wiederholten Male eine Demonstration von Querdenker:innen, Esoterik-Freaks, Impfgegner:innen, fundamentalistische Christen und „klassischen“ Coronaleugner:innen statt finden.

Einige Antifas nahmen dies zum Anlass und intervenierten in dem beschaulichen Städtchen.

Mit einer Blockade wurde die Anti-Corona-Demonstration nach einigen Metern in der Fußgängerzone gestoppt und schlussendlich zum ändern ihrer Route gezwungen. Da der Weg durch die Innenstadt versperrt wurde, konnten die 100-200 Teilnehmer:innen nur einen kurzen Teil ihrer geplanten Route laufen.

Neben dem Protest auf der Straße und dem Widerstand gegen reaktionäre Schwurbler:innen und Nazis müssen wir als Antifaschist:innen eine klare politische Kante zeigen. Antifaschistischer Widerstand gegen Rassisten, Nazis und reaktionäre Verschwörungsanhänger:innen gehört zusammen mit dem Kampf gegen die herrschenden Zustände und das kapitalistische Krisendesaster.

Konsequent antifaschistisch! – Auswertung zur überregionalen Demonstration am 20. März 2021 in Stuttgart

Am 20. März 2021 demonstrierten rund 1000 AntifaschistInnen in der Stuttgarter Innenstadt gegen staatliche Repression und für einen konsequenten und militanten Antifaschismus. Anlass hierfür war die vermehrte Verfolgung der antifaschistischen Bewegung in Baden-Württemberg im Nachgang der „Querdenken“-Demonstrationen im Frühjahr 2020 in der Landeshauptstadt. Darüber hinaus waren aber auch weitere Repressionsschläge gegen die außerparlamentarische Linke, wie das §129-Verfahren in Frankfurt am Main und die Inhaftierung der Antifaschistin Lina aus Leipzig, Thema. „Konsequent antifaschistisch! – Auswertung zur überregionalen Demonstration am 20. März 2021 in Stuttgart“ weiterlesen

Konsequent antifaschistisch! Solidarität bleibt notwendig – Auf der Straße und im Knast!

Gemeinsame Anreise aus Villingen-Schwenningen:
20. März | 11:30 Uhr | Schwenningen Bahnhof

Praktisch im Wochentakt werden zur Zeit faschistische Netzwerke aufgedeckt, nicht wenige davon mit Verbindungen zu Militär, Polizei und Verfassungsschutz. Größere Waffenfunde und Todeslisten inklusive. Gleichzeitig erlebt der Rechtsterrorismus mit den Anschlägen in Hanau, Halle und Kassel einen lange nicht dagewesenen Aufschwung. Politisch wird diese Entwicklung mal mehr oder weniger offen von der AfD wohlwollend begleitet. Die rechte Hetze der blauen Politiker ist der Nährboden, auf dem andere zur Tat schreiten. Und im Zuge der aktuellen Krise tummeln sich bei Veranstaltungen der selbsternannten „Querdenker“ Verschwörungstheoretiker*innen und andere Rechte massenhaft auf den Straßen der Republik.
Kurz: Die gesellschaftliche Rechtsentwicklung ist sicht- und greifbar wie lange nicht. Grund genug zu handeln. „Konsequent antifaschistisch! Solidarität bleibt notwendig – Auf der Straße und im Knast!“ weiterlesen

Bericht: Kundgebung: Ein Jahr nach Hanau

Wir spiegeln hier den Bericht des Offenenen Antifaschistischen Treffen VS:

Ein Jahr ist vergangen seit dem 19. Februar 2020, als ein rechter Terrorist in Hanau 9 Menschen ermordet hat, die er als Ausländer ausmachte.

Aus diesem Grund gab es heute, am 20. Februar, auch in Villingen-Schwenningen eine Kundgebung. Gemeinsam mit Jugendlichen der Alevitischen Gemeinde hatten wir, das Offene Antifaschistische Treffen VS, die Kundgebung organisiert. Bei frühlingshaftem Wetter kamen etwa 50 Menschen auf dem Latschariplatz zusammen, um ein Zeichen gegen rechten Terror zu setzen und dafür einzustehen das die Morde Konsequenzen haben. „Bericht: Kundgebung: Ein Jahr nach Hanau“ weiterlesen

Hanau ist überall – kein Schlussstrich | Kundgebung: 20. Februar, Villingen

Wir spiegeln den Aufruf des Offenen Antifaschistischen Treffen VS:

Am 19. Februar ist es genau ein Jahr her, dass bei dem rassistischen Anschlag in Hanau neun Menschen ermordet wurden. Der Täter hatte gezielt Menschen getötet, die er als „Ausländer“ ausmachte – die Tat in den Abendstunden des 19. Februar 2020 in Hanau war Rechter Terror. „Hanau ist überall – kein Schlussstrich | Kundgebung: 20. Februar, Villingen“ weiterlesen